top of page
Logo der Austrian Air Force

Kapitel 9 - "Ein Jahr, das vieles verändert hat." 🚀

Pilot vor einem ÖAMTC-Rettungshubschrauber mit Blick auf Salzburg und die Festung Hohensalzburg.

​

9. Okt. 2026

Mit der Eintragung unserer Marke im Jahr 2015 hatten wir einen wichtigen

Meilenstein erreicht.

 

Aber eigentlich begann die wirkliche Arbeit erst jetzt. Denn eine Marke zu besitzen, ist das eine. Sie mit Leben zu füllen, etwas daraus entstehen zu lassen und eine erste eigene Kollektion auf die Beine zu stellen, etwas ganz anderes. ✨

 

Plötzlich standen wir vor unzähligen Fragen: 🤔

 

Welche Artikel, Farben und Designs sollten wir anbieten? 🎨

Welche Größen würden wir benötigen?

Und vor allem: Wie viele Stück sollten wir überhaupt produzieren?

 

Auch bei den Designs mussten wir unseren eigenen Weg erst finden. Anfangs arbeiteten wir mit einer Designerin aus Deutschland zusammen und suchten später auch in Wien nach professioneller Unterstützung. Doch vieles entsprach einfach nicht dem,

was wir im Kopf hatten.

 

Bei den T-Shirts half uns schließlich ein Kamerad von mir ganz entscheidend weiter und setzte einige unserer ersten Ideen grafisch für uns um. 🤩



Bei den weiteren Artikeln nahmen wir die Gestaltung dann selbst in die Hand. Wir entwickelten unsere Ideen nach unseren eigenen Vorstellungen weiter. So entstand Schritt für Schritt

eine Linie, die wirklich zu uns passte.

 

Erfahrungswerte oder Verkaufszahlen hatten wir damals natürlich keine. Vieles war schlicht Bauchgefühl – und manchmal lagen wir damit auch ordentlich daneben. 😂

 

Von einem unserer T-Shirt´s produzierten wir gleich so viele Stück, dass wir es noch Jahre später im Sortiment hatten – und Stefan zusätzlich einen kleinen Vorrat davon im Kleiderschrank. 😉

Währenddessen lief unsere Stickerei ganz normal weiter. Der Alltag mit unserer Familie sowieso – und irgendwo dazwischen sollte nun auch noch die erste Kollektion der

Austrian Air Force entstehen.

 

Und für die Premiere suchten wir uns nicht gerade den kleinsten Rahmen aus. 😉

 

Die Präsentation sollte beim größten Luftfahrt-Event Europas stattfinden:

 

der AIRPOWER16 in Zeltweg. 💚

 

Quasi direkt vor unserer Haustüre.

Je näher der Termin rückte, desto größer wurde allerdings auch der Druck. Irgendwann sagte ich zu Stefan: „Wir müssen das verschieben. Das schaffen wir niemals.“

 Es war einfach noch so unglaublich viel zu tun. Die Kollektion musste fertig werden, unser Stand geplant und organisiert werden. Wie sollte er überhaupt aussehen?

Was brauchen wir? Wie präsentieren wir unsere Produkte? Für uns war vieles neu.

Und über allem schwebte die eine große Frage:

 

Wie würde unsere Austrian-Air-Force-Kollektion bei

den Menschen ankommen? 🤔

 

Wir hielten an unserem Plan fest – und schafften es am Ende doch rechtzeitig! 💪

 


Kartons, Regale und Verkaufsmaterial auf einer grünen Wiese liegend


Als wir schließlich am Gelände ankamen, hatten wir gefühlt unseren halben Betrieb dabei:

 

Schachteln, Regale, Produkte und

jede Menge Material. 🙈





Alles musste an seinen Platz, der Stand aufgebaut und vorbereitet werden – und nach der Veranstaltung natürlich wieder genauso zurück. Damals nahmen wir diesen Aufwand einfach in Kauf. Dass uns genau dieses Thema Jahre später noch einmal beschäftigen würde, ahnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

 

Und dann war plötzlich alles fertig.🤩


Unser Stand stand vor uns, unsere Produkte waren eingeräumt – und aus all den Überlegungen, Entscheidungen und Vorbereitungen war etwas Echtes geworden.

 

Unsere erste Austrian-Air-Force-Kollektion war bereit für ihren großen Auftritt. ❤️


Ganz liebe Freundinnen unterstützten uns bei dieser Veranstaltung –

eine gemeinsame Zeit, die wir nie vergessen werden!!


Austrian-Air-Force-Verkaufsstand mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern.


 

Wir waren unglaublich nervös. Doch schon nach den ersten Gesprächen und Rückmeldungen merkten wir - unsere Kollektion kam an. ✨ Die Menschen blieben stehen, probierten und kauften unsere Artikel – und freuten sich über das, was wir geschaffen hatten.

Aus der Nervosität wurde Erleichterung und große Freude. 😊


All die Arbeit der vergangenen Monate hatte sich gelohnt.

Die Austrian Air Force war für uns nicht mehr nur ein Gedanke –

sie war Realität geworden!

 

Und während für unsere Marke damit ein neues Kapitel begann, stand auch beruflich für mich eine Veränderung an. 🚁


Schon länger war für mich klar:

 

Wenn ich das Bundesheer irgendwann verlassen sollte, dann gab es eigentlich nur eine Alternative, die mich wirklich reizte:

 

die ÖAMTC Flugrettung. 💛🚁

 

Dort könnte ich meine Leidenschaft fürs Hubschrauberfliegen weiterleben und gleichzeitig eine Aufgabe übernehmen, die eine ganz besondere Bedeutung hatte. Gleichzeitig würde dieser Beruf unser Familienleben auch etwas planbarer machen - also bewarb ich mich.

 

Die Einladung zur Selektion, war bereits ein erster wichtiger Schritt. Und im April 2016 war es dann soweit:

 

Zwei Tage Selektion. Zwei Tage, die über meinen weiteren beruflichen Weg entscheiden konnten. Es gab mehrere Bewerber und nur wenige Plätze.

 

Nach diesen beiden Tagen hatte ich kein besonders gutes Gefühl und war mir überhaupt nicht sicher, ob meine Leistung gereicht hatte. Also begann wieder einmal etwas, das mir

nicht besonders liegt:

 

Warten. 😅


Einige Zeit später war ich gerade mit dem Bundesheer in Langenlebarn auf Übung, als der entscheidende Anruf kam. Noch heute weiß ich genau, wie sich dieser Moment angefühlt hat. ❤️

 

Ich hatte es geschafft. ✨

Mein Weg zur ÖAMTC Flugrettung konnte beginnen.

 

Ich rief sofort Petra an. Sie war gerade mit Flo zuhause im Garten, als ich ihr die gute Nachricht überbrachte. Und plötzlich kamen ihr die Tränen - aus Freude und Erleichterung. Denn wir beide wussten, dass diese Zusage für uns viel mehr bedeutete als nur einen neuen Job.

 

Sie gab uns die Hoffnung auf mehr Planbarkeit, mehr gemeinsame Zeit als Familie und gleichzeitig die Möglichkeit für mich, weiterhin das zu tun, was ich liebte! 🚁



Trotz aller Freude auf das Neue war der Abschied vom

Bundesheer nicht einfach. 😔

 

Mein Zimmer in Hörsching aufzugeben und diesen Abschnitt meines Lebens endgültig hinter mir zu lassen, fühlte sich eigenartig an. Dort waren so viele Erinnerungen entstanden, Freundschaften, Einsätze, Erlebnisse. Momente, die mich geprägt haben und die immer ein Teil meines Lebens bleiben werden. ❤️

 

Man kann sich unglaublich auf etwas Neues freuen und trotzdem beim Abschied ein

Stück Wehmut verspüren.

Beides darf gleichzeitig da sein.


Im Juni 2017 begann schließlich mein Weg bei der

ÖAMTC Flugrettung!!

 

Meine ersten Dienstjahre verbrachte ich am Stützpunkt

Christophorus 16 in Oberwart.

Dort wurde ich vom damaligen Stützpunktleiter Fritz Wallner und dem gesamten Team unglaublich herzlich aufgenommen.


Stützpunkt Christophorus 16 in Oberwart mit gelbem Rettungshubschrauber vor dem Hangar.

Pilot der ÖAMTC Flugrettung in rot-gelber Einsatzbekleidung vor einem gelben Rettungshubschrauber.




Und plötzlich war ich

einer von ihnen:

 

ein „Gelber Engel“. 💛


 





Hubschrauber fliegen zu dürfen war für mich immer etwas ganz Besonderes. Doch jetzt bekam diese Leidenschaft noch einmal eine ganz andere Bedeutung.

 

Wir flogen zu Menschen, die in diesem Moment unsere Hilfe brauchten. Für sie da zu sein und Teil eines Teams zu sein, das genau dafür jeden Tag bereitsteht, war – und ist – für mich bis heute etwas ganz Besonderes. 🙏


Gelber ÖAMTC-Rettungshubschrauber auf dem Landeplatz bei Sonnenuntergang.

Auch für uns als Familie veränderte sich vieles.

Ich war zwar mehrere Tage am Stück im Dienst und nicht zuhause. Dafür folgten

aber auch mehrere dienstfreie Tage, an denen ich wirklich daheim sein konnte.

 Unser Leben wurde dadurch planbarer. 🏡 Ruhiger wurde es allerdings nicht. 😉

 

Denn auch die Austrian Air Force entwickelte sich weiter. Mehr Produkte, mehr Ideen, ein Webshop – und mit der Zeit auch der Wunsch, unserem Unternehmen irgendwann ein eigenes

Zuhause zu geben. ✨

bottom of page