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Kapitel 7 - Selbst und ständig! 🧵

Ein Mann kniet lächelnd neben einer neu gelieferten Stickmaschine in ihrer Transportverpackung.

Aug 7, 2026

Nach Abschluss meiner Grundausbildung begann für mich noch in Langenlebarn der nächste große Abschnitt -


Zwei grüne Militärhubschrauber stehen auf einer Bergwiese vor felsigen Gipfeln und einem dramatischen Wolkenhimmel.

 

 die Ausbildung zum

 

Einsatzpiloten, für den


 Transporthubschrauber AB 212 🚁.





2008 wurde ich dann nach Hörsching zur

2. leichten Transporthubschrauberstaffel versetzt.

Dort absolvierte ich die letzten Teile meiner Ausbildung -

darunter den Hochgebirgslandekurs und den IFR-Kurs.

 

Danach war es offiziell:

 

Ich war „combat ready“. ✅


Ein Pilot sitzt mit Flughelm im Cockpit eines Hubschraubers über dem Meer.



Ich lebte meinen Traum. Ich flog die

AB 212, nahm an Übungen in ganz Europa teil und hatte großartige Kollegen in

meiner Staffel!






Schon von klein auf wollte ich Pilot werden.


Dass ich jedoch eines Tages als

Militärpilot des Österreichischen Bundesheeres

einen Transporthubschrauber fliegen durfte, hätte ich mir

damals niemals vorstellen können!

 

Umso größer waren meine Freude und mein Stolz, diesen Weg tatsächlich gegangen zu sein.

🇦🇹🚁


Zur selben Zeit begann sich in Stefans Kopf eine neue Idee

zu entwickeln. 💡 

 

Nachdem die Produktion der Fluggruppenpatches so lange gedauert hatte, begann er

darüber nachzudenken, solche Aufnäher künftig selbst herzustellen.

 

Eines Tages kam er zu mir und sagte:

 

„Ich möchte eine Stickerei gründen.“

 

Im ersten Moment wusste ich nicht einmal richtig, was er damit meinte. Ich dachte sofort an den Handarbeitsunterricht in der Schule – an Häkeln, Stricken und Weben. 🧵 Und ehrlich gesagt, wurden diese Arbeiten meistens von meiner Mama für mich fertiggestellt. Dafür hatte ich wirklich nicht die richtige Hand. 🙈

 

Stefan erklärte mir aber, dass eine moderne Stickmaschine mit Handarbeit nur wenig zu tun hatte. Damit könnten wir Aufnäher, Schriftzüge und Logos professionell auf Textilien sticken.

Er war überzeugt, dass nicht nur das Bundesheer, sondern auch andere Organisationen, Vereine und Unternehmen regelmäßig solche Produkte benötigten.

Für ihn war das Potenzial klar.

 

Er recherchierte, informierte sich und rechnete alles genau durch. Schließlich legte er mir vor, was eine Einkopf-Stickmaschine kosten würde und welche weiteren Ausgaben wir am

Anfang tätigen müssten.

 

Als Bankfrau betrachtete ich die Sache natürlich vor allem

aus finanzieller Sicht und kam zum Schluss:

Das Risiko ist überschaubar. 👍

 

Im Jahr 2008 meldeten wir schließlich unser Gewerbe an!

Wir bestellten unsere erste Stickmaschine in England, bezahlten

sie und warteten voller Vorfreude auf die Lieferung.

 

Doch die Maschine kam nicht. 😞

 

Wir wurden immer wieder vertröstet. Aus einigen Wochen wurden Monate, und irgendwann überlegten wir sogar, einen Rechtsanwalt einzuschalten.

 

Doch bevor es dazu kam, erhielten wir endlich die ersehnte Nachricht:

Unsere Stickmaschine war auf dem Weg.

 

In einem Dachbodenzimmer richteten wir unsere kleine Stickerei ein -

und genau dort begann die Geschichte von

 

autex STICK & TEXTIL 😃



Unsere Ausstattung war sehr überschaubar.

Einen eigenen Zuschneidetisch für das Stickvlies hatten wir nicht –

dafür musste der Boden herhalten.

 

Auch einen professionellen Einspannrahmen konnten wir uns zu Beginn noch nicht leisten. Dieser war für uns schlicht zu teuer. Also wurde Stefan selbst kreativ und baute aus Holz

einen eigenen Rahmen. 🪚

 

Mit wenig Geld, viel Improvisation und noch mehr Einsatz versuchten wir, aus den

vorhandenen Möglichkeiten das Beste zu machen. 😊

 


Unser erster Auftrag kam von meinem langjährigem Freund Michael, der schon lange ein wichtiger Teil meines Lebens war und mit dem ich viele prägende Momente erlebt hatte.

 

Dass ausgerechnet er 20 Poloshirts bei uns bestellte, bedeutete uns besonders viel.

Es war der erste "große" Auftrag. 🤩


Früher Stickversuch mit roter Schrift auf einem beigen Stoffstück

Doch der erste Stickversuch -

 

eine reine Katastrophe. 🙈




Wir probierten, veränderten, drehten und lernten mit jedem Versuch dazu –

denn eine Anleitung gab es für uns nicht.



Dann hatten wir es geschafft - der Auftrag konnte ausgeliefert werden. 📦

 

Voller Motivation begannen wir, unser kleines Unternehmen neben unseren eigentlichen Berufen aufzubauen.

 

Eine gute Freundin hatte mich allerdings schon vorher gewarnt:

 

„Petra, überleg dir das gut –

 

selbstständig bedeutet selbst und ständig!

 

Wie recht sie damit hatte, merkten wir schon bald. 🙈

 

Stefan war von Montag bis Freitag in Hörsching. Außerhalb seiner Dienstzeit schrieb er Angebote, knüpfte Kontakte zu neuen Kunden und erstellte die Stickdateien.

 

Ich arbeitete in der Bank, erledigte in meiner Mittagspause Kundentermine für autex und arbeitete nach Dienstschluss die Aufträge in der Stickerei ab.

 

Auch unsere Wochenenden, an denen wir früher viel unternommen und Sport betrieben hatten, gehörten nun ausschließlich der Arbeit.

 

Ich erinnere mich noch gut an einen Aufnäher mit rund 30 Minuten Stickzeit. Während die Maschine lief, gingen wir eine kleine Runde spazieren. Als wir zurückkamen, war jedoch erst die Hälfte fertig: Der Faden war gerissen und die Maschine hatte angehalten. 🧵😅


Nahaufnahme eines blau bestickten Fluggruppenpatches mit Flugzeugmotiv.

In solchen Momenten fragte ich mich, ob ich dieses Leben wirklich wollte. 🤔

 Arbeiten von Montag bis Sonntag. Keine freien Wochenenden.

Kaum noch Sport und immer weniger Zeit für uns.

 

In meinem Kopf waren viele Fragezeichen???


Und doch machten wir weiter.

Denn wir beide hatten schon in unserer Jugend gelernt, nicht aufzugeben - sondern mit Durchhaltevermögen, Fleiß und Disziplin an unseren Zielen festzuhalten. 💪

 

So wuchs unser Unternehmen langsam und 2009 konnten wir schließlich zwei kleine Büroräume im AIZ Unternehmerzentrum in Zeltweg anmieten.

Für uns war das der nächste große Schritt!

 

Unsere Stickerei befand sich nun nicht mehr in einem Dachbodenzimmer. Wir hatten erstmals eigene Geschäftsräume und das Gefühl, dass aus Stefans Idee tatsächlich ein

richtiges Unternehmen wurde. 😍


Auch die Aufträge wurden größer:

Aus 20 Poloshirts wurden plötzlich Bestellungen über

250 T-Shirts oder 300 Jacken. 📦

 

Mit unserer Einkopf-Stickmaschine konnten wir jedoch immer nur ein Teil nach dem anderen besticken. Wir mussten am Wochenende rund um die Uhr arbeiten, um möglichst viel abzuarbeiten. Manchmal waren wir so erschöpft, dass wir uns für ein paar Minuten ins Auto auf dem Parkplatz des AIZ Unternehmerzentrums setzten –

und dabei einschliefen. 💤


Je größer die Aufträge wurden, desto deutlicher merkten wir, dass sowohl unsere Ausstattung als auch die verfügbare Zeit nicht mehr ausreichten.

 

Und irgendwann mussten wir uns eingestehen -

so konnte es nicht weitergehen.

 

Wenn unser Unternehmen weiter wachsen sollte, mussten wir den nächsten großen Schritt wagen. Nach gründlicher Kalkulation durch Petra 😊 entschieden wir uns für den Kauf einer

Vierkopf-Stickmaschine.

 

Und so fuhren wir gemeinsam in die Schweiz und tätigten unsere

erste wirklich große Investition.

Von nun an konnten wir vier Teile gleichzeitig besticken! 👍 


Doch kaum war die neue Maschine da, standen wir bereits vor der nächsten Herausforderung:

Unser Büro war für alles zu klein geworden. 🙈

 

Zum Glück fanden wir im AIZ einen Raum, der etwa doppelt so groß war wie unser bisheriger. Also packten wir wieder alles zusammen und übersiedelten ein weiteres Mal.

 

Mit jedem Schritt wurde deutlicher, wie sich unser

Unternehmen entwickelte: 🚀

 

Die Aufträge wurden größer.

Die Maschine wurde größer.

Das Büro wurde größer.


 Nur eines wurde nicht größer -

 

 unsere verfügbare Zeit!

 

Mein eigenes Kleinunternehmen als Wellnesscoach musste ich schließlich aufgeben. Es war zeitlich nicht mehr möglich, dieses weiterzuführen.

 

Und während sich unsere Stickerei stetig weiterentwickelte, wurde zugleich ein anderer

Wunsch in uns immer stärker:


Ein Mann und eine Frau lächeln gemeinsam  in die Kamera.


Der Wunsch nach einer

 

eigenen Familie. 👶 🥰






Doch wie sollte das in unserem Leben funktionieren?

Zwischen Bundesheer, Bank, Stickmaschinen und Arbeit von

Montag bis Sonntag schien dafür kaum Platz zu sein.

 

Und so war eines klar:


Wir mussten eine Lösung finden!




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